Chalkidiki - Ouranoupoli
Willkommen in Ouranoupoli, einem gastfreundlichen und von der Natur begnadeten Ort, dort, wo der Philosoph Aristoteles lebte und wirkte, dort, wo die größte Monchsrepublik der Christenheit, der "Agion Oros" geboren wurde und seit 11 Jahrhunderten Bestand hat.
Ouranoupoli ist die Schwelle zum Athosberg. Täglich starten von dem kleinen Hafen im Schatten des Turms die Schiffe, welche die Pilger (die sich zuvor im "Pilgerbüro" die entsprechende Genehmigung besorgt haben) nach Dafni, den Hafenort des Agion Oros, bringen.
Ouranoupoli erhielt ihren Namen von der alexandrinischen Stadt, die hier im Jahr 315 n.Chr. von Alexarch, dem Sohn des Antipater und Bruder des Kassander, gegründet wurde. Diese Stadt wurde auf den Ruinen von Sane, einer Kolonie von Andros, errichtet, die von Philipp II. komplett zerstört und dem Erdboden gleichgemacht worden war. Aus dieser Stadt erhaltene Münzen tragen die Aufschrift "OURANIAS POLEOS" (Stadt der Ourania), andere die Aufschrift "OURANIDON POLEOS" (Stadt der Ouranides). Auf anderen Münzen ist auf der einen Seite die Ourania Aphrodite auf einer Kugel sitzend abgebildet, auf den anderen Seite eine Sonne mit acht Strahlen.
Im 10. Jahrhundert werden auf der Athos-Halbinsel die ersten Klöster errichtet. Eines dieser Klöster ist das "Kloster Zygou" oder "Frangokastro" in der Nähe von Ouranoupoli, wo etwa ein Jahr lang der Heilige Athanassios vom Athos, der Gründer des Klosters Megistis Lavras, als Asket lebte. An diesem Kloster finden derzeit noch Ausgrabungsarbeiten statt, in deren Rahmen wichtige Funde ans Tageslicht gelangen. Außerdem hat es das Privileg, das einzige Kloster außerhalb der Athosrepublik zu sein, so dass es auch von Frauen besucht werden kann.
Der Byzantinische Turm
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wird vom Kloster Vatopediou der byzantinische Turm errichtet, der sich an der Südwestspitze des Dorfes erhebt und dem Schutz des Klostergutes diente. Dieser Turm ist der größte und am besten erhaltene (insbesondere nach seiner jüngsten Renovierung) auf der Chalkidiki. Im 19. Jahrhundert wurde nach einem Erdbeben sein letzter Stock eingerissen. Im Anschluss daran wurde er wieder Instand gesetzt und nahm seine endgültige Form an.
Nach der kleinasiatischen Katastrophe versammelten sich Flüchtlinge von den Marmara-Inseln in Propontida an diesem Ort und fanden im Turm, in den nahe gelegenen Gebäuden und in Zelten Unterkunft. Im Jahr 1926 wurden die ersten Häuser des Dorfes errichtet, von denen einige bis heute erhalten sind. Später erbauten die Bewohner die Kirche und die Schule und begannen mit der Organisation einer Gemeine, die zunächst "Prosforion", später "Pyrgos" hieß. Etwa um 1960 erhält der Ort endgültig den Namen Ouranoupoli. Im Jahr 1928 kam das Ehepaar Lock in das Dorf und ließ sich im Turm nieder. Die Zusammenarbeit des Paares (das Pläne nach Abschriften von Kloster-Kodizes verwendet) mit Bewohnern des Dorfes, die mit der Kunst des Teppichknüpfens vertraut sind, legte den Grundstein für das regionale Handwerk und bot zahlreichen Familien Arbeit und Einkommen.
Heute
Heute gilt Ouranoupoli als einer der wichtigsten Sommerurlaubsorte der nördlichen Chalkidiki. Es verfügt über zahlreiche Restaurants, Tavernen, Hotels, Clubs, Bars, Handwerksläden, die für gutes Essen und einen angenehmen Aufenthalt sorgen. Während der Sommermonate finden vom Hafen des Ortes aus täglich Kreuzfahrten zur Westseite des Athosberges statt, von wo aus man (aus der Ferne) die dort gelegenen Klöster besichtigen kann. Außerdem kann der Besucher hier das saubere Meer genießen oder einen Ausflug zu den gegenüber liegenden Drenia-Inseln unternehmen.
Die Naturliebhaber finden auf den nahe gelegenen, von Oliven- und Pinienhainen bedeckten Hügeln zahlreiche Wanderwege vor. Außerdem besteht die Möglichkeit eines Besuchs der Region "Serviko" an der Nordseite der Halbinsel oder des nur zwei Kilometer vom Dorf entfernten "Kloster Zygou".
Im Dorf selber ist der byzantinische Turm einen Besuch wert, wo in einem Flügel eine Ausstellung byzantinischer Altertümer und Ikonen untergebracht ist. In den Handwerksgeschäften findet der Besucher die berühmten Teppiche mit den byzantinischen Mustern und die Teppiche aus Ziegenhaar, sowie Beispiele der byzantinischen Heiligenmalerei oder aus Naturstoffen hergestellten Schmuck. Außerdem können Sie hier Produkte aus biologischem Anbau kaufen, wie Öl, Wein, Tsipouro, Oregano, verschiedene Tees usw. Abends können Sie in den Tavernen den frischen Fisch aus dem Singitischen Golf genießen, sowie unvergessliche Augenblicke und wenn Sie Glück haben, können Sie an den Kulturveranstaltungen teilnehmen, die während der Vollmondnächte im August organisiert werden.


